Europawoche an der Kilian-von-Steiner-Schule
An der Kilian-von-Steiner-Schule in Laupheim stand in der Woche vom 4. bis 8. Mai 2026 Europa im Mittelpunkt. Unter dem Motto der Europawoche setzten sich die Lernenden in verschiedenen Aktionen, Begegnungen und Diskussionsformaten mit der Europäischen Union, demokratischen Grundfragen und dem Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft auseinander.
Ein besonderes Zeichen setzte die Schulgemeinschaft mit einem großen EU-Schriftzug auf dem Schulhof. Viele Lernende stellten sich gemeinsam zu einem riesigen Zeichen für Europa auf und machten dabei sichtbar, wofür die Kilian-von-Steiner-Schule steht: für Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte. Diese sechs Grundwerte der Europäischen Union wurden symbolisch hochgehalten und zeigten eindrucksvoll, welche Bedeutung sie für ein friedliches, demokratisches und respektvolles Miteinander haben.
Ein weiterer wichtiger Baustein der Europawoche war der Besuch des S.O.S.-Mobils – Secrets of Society. Der mobile Escape Room zur Demokratieförderung der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft machte auf dem Schulhof Station und bot Jugendlichen ab 12 Jahren die Möglichkeit, demokratische Themen auf anschauliche und praxisnahe Weise zu erleben. In Teams lösten die Teilnehmenden Rätsel, trafen Entscheidungen und meisterten gemeinsam Herausforderungen. Dabei wurde deutlich, dass Demokratie nicht nur auf politischer Ebene eine Rolle spielt, sondern auch im Alltag junger Menschen spürbar wird – etwa dann, wenn es um Freiheit, Mitbestimmung, Sicherheit, Teamwork oder ein respektvolles Miteinander geht.
Auch das Format „Jugend debattiert“ war Teil der Europawoche. In einer Debatte zeigten die teilnehmenden Jugendlichen, dass sie Argumente sachlich vortragen, unterschiedliche Positionen aufnehmen und den eigenen Standpunkt überzeugend vertreten können. Beim Finale war Laupheims Oberbürgermeister Ingo Bergmann als Gastjuror anwesend. Er verfolgte die Debatte aufmerksam und würdigte im Anschluss die Leistungen der Teilnehmenden.
Einen fachlichen Blick auf Europa ermöglichte außerdem ein Vortrag der Deutschen Bundesbank zum Thema „Geldpolitik im Euro-Raum“. Die Klassen des Technischen Gymnasiums und des Berufskollegs Wirtschaft BK1W beschäftigten sich dabei mit zentralen wirtschaftlichen Fragen rund um Inflation, Deflation, Leitzins sowie die Rolle der Bundesbank und der Europäischen Zentralbank. Im Mittelpunkt standen unter anderem Fragen wie: Warum klafft die Schere zwischen Arm und Reich bei Inflation weiter auseinander? Warum haben Geldpolitiker mehr Angst vor Deflation als vor Inflation? Wer ist der größte Schuldner in Deutschland? Warum ist die Zentralbank unabhängig von der Politik? Was ist der Leitzins, welche Aufgaben hat der EZB-Rat und wie lange dauert es, bis eine Leitzinsänderung bei Kundinnen und Kunden ankommt? Der Vortrag machte deutlich, wie eng europäische Geldpolitik mit dem Alltag der Menschen verbunden ist.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte außerdem Schulhund Haggis, der passend zur Europawoche im EU-Dress unterwegs war und damit ebenfalls ein kleines, sympathisches Zeichen für Europa setzte.
Möglich wurde die Europawoche durch das Engagement zahlreicher Lehrkräfte, Beteiligter und Unterstützender sowie durch die Schulleitung. Die Kilian-von-Steiner-Schule zeigte damit, dass Europa nicht nur Unterrichtsthema ist, sondern für junge Menschen konkret erfahrbar werden kann. Zugleich setzte die Schule ein deutliches Zeichen für Demokratiebildung, politische Beteiligung, Menschenrechte, wirtschaftliche Bildung und europäisches Bewusstsein.







