„Die EU – das ist mehr als Regeln und Bürokratie. Sie steht für unsere gemeinsame Geschichte und Zukunft.“ Mit dieser Botschaft wandte sich der Journalist Ingo Espenschied bei seinem Multimedia-Vortrag „75 Jahre Europa“ an rund 240 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aus drei Laupheimer Schulen. Die Veranstaltung fand am 27. November in der Mensa der Friedrich-Uhlmann-Schule statt und wurde organisiert von der Kilian-von-Steiner-Schule in Kooperation mit der Friedrich-Adler-Realschule. Finanziell gefördert wurde sie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Biberach.
Die Schulen setzten mit dieser gemeinsamen Aktion am Ende des Jahres 2025 ein Zeichen für Europa. Der Vortrag sollte Denkanstöße geben und Gemeinschaft stiften – als Auftakt für weitere Veranstaltungen im neuen Jahr. Espenschied nahm die Jugendlichen mit auf eine Zeitreise zu den Anfängen des europäischen Einigungsprozesses nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit dem „Schuman-Plan“ von 1950 gelang der Durchbruch: Statt auf Rache oder nationale Alleingänge zu setzen, stellte man die Schlüsselindustrien für Krieg – Kohle und Stahl – unter eine gemeinsame europäische Kontrolle und begann, wirtschaftlich zusammen zu arbeiten. Am Anfang stand die Versöhnung der einstigen erbitterten Kriegsgegner Frankreich und Deutschland. Oberbürgermeister Ingo Bergmann betonte in seiner Begrüßung die historische Bedeutung dieser Versöhnung als Fundament für Frieden und Wohlstand. Wie groß die aktuellen Herausforderungen für Europa sind, zeigte sich in der Abschlussdiskussion mit dem Publikum.